Webspace oder einen Server für die eigene Homepage / Online Shop

Eine eigene Homepage, einen Blog oder auch einen Online-Shop zu betreiben ist mittlerweile kein Hexenwerk mehr, man muss kein Programmierer sein um eine Profilösung ins Netz zu bekommen. Ob Homepage, Blog, Forum  oder Webshop – für jede Anwendung gibt es zahlreiche Softwarelösungen die per grafischer Oberfläche installiert und eingerichtet werden können, es startet immer mit einfachen Lösungen die es meist kostenlos gibt, bis hin zur Profiversion die dann dementsprechend Kostet. Doch egal für was Sie sich entscheide, Sie benötigen immer passenden Webspace oder direkt einen Server, die Grenze zu finden ist dabei nicht immer ganz leicht. In diesem, Artikel möchten wir Ihnen die verschiedenen Hosting Möglichkeiten vorstellen.

Webspace oder Server

Webspace oder Server?

Die Qual der Wahl – welche Webspace darf es sein?

Vor einigen Jahren war kostenloser Webspace noch sehr begehrt und häufig genutzt, der Grund war einfach, die Domainpreise und die Webspace Preise waren hoch, da war kostenlose Webspace gut gern gesehen um seine HTML Seiten abzulegen. Mittlerweile ist dieser aber in den Hintergrund getreten, kostenlose Webspace bietet zu wenig Speicherplatz, zu wenig Ressource, häufig ist er langsam und zusätzlich wird Werbung eingeblendet. Angesichts der günstigen Webspace-Preise ist das also keine Option mehr.

Normaler Webspace – Shared Hosting

Mit normalem Webspace sind die Shared Hosting Angebote gemeint die Sie bei dutzenden kleinen und großen Providern buchen können, sicher haben Sie schon Werbung von 1&1, Strato und anderen gesehen. Überall da bekommen Sie Hosting Pakete verschiedener Größen.

Die Hosting Pakete beginnen bereits bei wenigen Euro monatlich und beinhalten alles was man für eine kleine Seite oder einen kleinen Blog benötigt, das sind zum Beispiel FTP Zugang, eine Domain, ausreichend Webspace, Datenbanken usw.

Bei den großen Anbietern gibt es sogar Anwendungen die auch in den kleinen Paketen schon inklusive sind, so kann man zum Beispiel mit einem Klick WordPress, Joomla oder auch Forensoftware installieren, ganz ohne Vorkenntnisse ist es so schnell möglich einen eigenen Blog zu starten.

Die unterschiedlichen Hostingpakete unterscheiden sich dann im Wesentlichen in der Anzahl der Inklusiv-Domains (Domains können in beliebiger Anzahl natürlich zusätzlich gebucht werden) der Webspacegröße und der Anzahl der Datenbanken.

Wenn Sie nicht sicher sind welches Hostingpaket das richtige für Sie ist dann fangen Sie lieber eine Nummer kleiner an, eine Aufstockung in das nächstgrößere Paket ist problemlos und jederzeit möglich, andersrum nicht. Die Hosting Verträge laufen meist 12 Monate, vorher wechseln oder kündigen ist nicht möglich.

Aktueller Preis für ein kleines Webhostingpaket liegt bei 4 Euro monatlich.

Technisches:

Bei den Hostingpaketen im Shared Hosting sieht es im Hintergrund so aus, ein großer Server wird in viele dutzende oder gar hunderte kleine Stücke geteilt, ein Stück davon ist Ihr Hosting Paket, der Server muss nun sämtliche Anfragen und den gesamten Traffic aller dieser Hosting Pakete stemmen können, und hier liegt auch der Nachteil. Denn sobald sich unter Ihren „Nachbarn“ Trafficstarke Seite oder Anwendungen finden kann es sein das die Serverlast in die Knie geht und somit auch Ihre Seite(n) beeinträchtigt. Ihre Homepage lädt dann langsamer oder im schlimmsten Fall gar nicht, was bei einer privaten Hobbyseite noch zu verschmerzen ist, ist bei Seiten die Geld verdienen sollen schon nicht mehr lustig. Daher gibt es im weiteren Schritt die VServer.

Vorteile von Shared-Hosting:

  • Ein günstiger monatlicher Paketpreis
  • Für Anfänger leichte ein Klick Installation vieler Anwendungen
  • Keine Linux- oder Serverkenntnisse erforderlich

Nachteil von Shared-Hosting:

  • häufig schlechte Performance
  • einige Serverfunktionen sind aus Sicherheitsgründen nicht verfügbar
  • kein Einfluss auf die „Nachbarschaft“
  • nichts für Besucherstarke Seiten oder komplexe Anwendungen wie zum Beispiel Online Shops

Der vServer oder Virtual Server

Die nächste Möglichkeit um große Webseiten oder Online Shops in ordentlicher Performance zu betreiben ist der vServer, das ist die Abkürzung für Virtual Server.

Bei dieser Lösung wird ein Server simuliert, einige dieser simulierte Server laufen auf einem richtigen Server, das sind aber weitaus weniger als beim Shared Hosting. Sie haben also mit einem vServer weitaus mehr Rechenleistung des Servers, und auch die Einstellungsmöglichkeiten sind sehr viel größer als nur beim Webspace. Wenn Sie einen Onlineshop betreiben werden Sie das schnell zu schätzen wissen, denn mit den Einstellmöglichkeiten beim Shared Hosting laufen die meisten professionellen Shopsysteme nur stark eingeschränkt. Einen vServer mieten Sie nur für sich, pro Kunde gibt es einen vServer.

Der Root Server bzw. dedizierter Server

Mit einem Root Server bekommen Sie maximale Performance und Einstellungsmöglichkeiten für Ihre Homepage oder Ihrem Shop. Ein Root Server ist wirklich nur Ihr Server der mit keinem anderen Kunden geteilt wird. Große Webseiten mit tausenden Zugriffen zur gleichen Zeit machen einen Root Server notwendig, aber auch große Online Shops mit vielen Usern stoßen mit einem vServer schnell an Ihre Grenzen.

Aber eins vorweg, die Administration eines eigenen Root Servers ist kein Kinderspiel und ohne Linux Kenntnisse unmöglich und fahrlässig. Wer sich damit nicht genug auskennt riskiert ganz schnell Opfer von Hackerangriffen zu werden, es können unter Umständen Kundendaten entwendet, oder illegale Aktionen von Ihrem Server ausgeführt werden, die dann ein rechtliches Nachspiel haben. Angebote von 1&1 für Root Server finden Sie hier.

Wem diese Kenntnisse fehlen der sollte nach einem Managed Server suchen, das ist auch ein eigenständiger Server, dieser wird aber durch den Hosting Anbieter betreut. Das heißt es werden auch regelmäßige Backups gemacht die im Notfall Gold wert sind. Außerdem werden (Sicherheits-) Updates regelmäßig durchgeführt, Servermodule werden installiert usw., das müssten Sie bei einem Root Server alles selbst machen.

Dieser Service hat natürlich seinen Preis, ein Root Server bekommen Sie ab 30 Euro monatlich, ein Managed Server gibt es dagegen ab 100 Euro monatlich. Dieser Mehrpreis ist aber auf jeden Fall gerechtfertigt wenn Sie sich selbst nicht mit der Serveradministration auskennen.

Root Server

Die Performance der Homepage überwachen

Damit Sie Wissen wann es Zeit ist mit einer Homepage von Shared Hosting auf einen eigenen vServer oder Root Server umzuziehen sollten Sie auf jeden Fall die Performance Ihrer Homepage überwachen. Dafür gibt es Anbieter die die Seite permanent überwachen – ein guter Anbieter ist zum Beipsiel Pingdom.com.

Fazit: Eine kleine private Seite die Sie als Hobby betreiben kommt gut mit Shared Hosting aus, bei Webseiten die Geld verdienen sollen können Sie ebenfalls mit Shared Hosting starten, sollten aber stets überwachen ob die Performance der Seite ausreichend und stabil ist.



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